Kundalini Yoga

„Sat Nam“ wird im Kundalini Yoga wie das eher bekannte „Om“ gechantet und heißt soviel wie: „Wahres Ich“ oder „Wahre Identität“. Genau darum geht es im Kundalini Yoga – es geht um das Erkennen des wahren Kerns hinter all den Konditionierungen, Emotionen, Erfahrungen und Glaubenssätzen. Es geht darum sich an sein eigenes „Wahres Ich“ wieder zu erinnern und dies zu fühlen. Genau DAS ist ein so wundervolles Gefühl!

Kundalini Yoga ist eine uralte Erfahrungswissenschaft aus Nordindien. Viele, viele Jahre wurde dieses Wissen nur im Geheimen von Guru zu auserwählten Schülern weitergegeben.

In den 70er Jahren beschloss Yogi Bhajan dieses gut behütete Geheimnis zu lüften. Er sah voraus, spürte und wusste ganz genau, dass die Welt sich verändern würde. Seit einigen Jahren befinden wir uns mitten in diesem Umbruch. Die Informationsflut steigt, alles Wissen ist uns jeder Zeit zugänglich und die Welt gerät immer stärker aus dem Gleichgewicht.

Die Menschen bräuchten für diese herausfordernde Zeit Techniken, mit denen sie den Druck, der von außen auf sie einströmt, begegnen könnten. Mit dem Ziel, die heilige Lehre an so viele Menschen wie möglich weiterzugeben, reiste er nach Amerika und begann zu unterrichten.

Viele seiner ersten Schüler waren Hippies, die schnell merkten, dass sie sich mithilfe dieser Yoga-Art so gut fühlten, wie sie es vorher nur mithilfe von Drogen und Alkohol taten.

 

Über Kundalini Yoga

Die Kundalini Energie, eine Kraftquelle mit dem Sitz im Bereich des Wurzelchakras, soll im Kundalini Yoga erweckt werden. Jeder von uns hat diese ursprüngliche und universelle Lebenskraft. Bei den allermeisten von uns schlummert diese jedoch tief und fest. Durch Kundalini Yoga hast du die Möglichkeit diese Energie in dir zu erwecken.

Du wirst innerhalb kürzester Zeit spüren, dass dein Energielevel steigt, du mehr Kraft für deinen Alltag zur Verfügung hast, wacher, bewusster, scharfsinniger und intuitiver wirst. Du gewinnst eine neue Qualität der Wahrnehmung und lernst dadurch dich, deinen Körper, deine Emotionen und Gefühle besser kennen und wertzuschätzen.

Wie soll das denn funktionieren?

Kundalini Yoga öffnet deine Chakren, deine sieben Energiezentren im Körper. Sie haben ihren Platz in gewissen Abständen entlang deines Rückgrats. Manche beschreiben die Chakren auch wie kleine Energiewirbel. Jeder Wirbel schwingt in einer gewissen Frequenz, die unser Wohlbefinden entweder fördert oder einschränkt.

Indem du diese Zentren öffnest und ausbalancierst, erreichst du die Verbindung zu einer höheren, schöpferischen Energiequelle. Die Quelle, aus der du kommst.

Das Aktivieren dieser Energie wird durch die Abfolge von Atemübungen, einem festen Übungs-Set zu einem bestimmten Thema, Meditation und Mantra-Chanten erreicht.

Wenn du regelmäßig Kundalini Yoga praktizierst, erlangst du immer mehr Bewusstsein. Es ist, als würdest du mehr und mehr Schichten des Egos, des Schmerzes, der Vergangenheit ablegen und schließlich dein wahres Ich kennenlernen, dein Sat Nam. Du legst nach und nach eine Schicht nach der anderen ab.

Was du von einer Kundalini Stunde erwarten kannst

Anders als beispielsweise bei Hatha Yoga, werden im Kundalini feste Übungssets praktiziert. Statt fließender Yoga Flows kann es vorkommen, dass du eine Asana bis zu elf Minuten halten darfst. Aber keine Angst, wir starten nicht gleich mit Volldampf. Die Abfolge der einzelnen Übungen innerhalb einer Übungsreihe, welche im Kundalini Yoga übrigens als Kriya bezeichnet wird, machen für unser menschliches Logik-Hirn in der Regel überhaupt keinen Sinn. Es sein denn du bist Experte für Lymphdrüsen, das Nervensystem und hast tiefgreifendes Wissen über das energetische Zusammenspiel der einzelnen Bereiche.

 

Was geht denn hier ab? Vorab noch ein paar spannende Infos für dich:

Weiße Kleidung

Du wirst im Kundalini Yoga viele weiß gekleidete Menschen mit Turban sehen, die auf einem Schaffell sitzen. Man kleidet sich im Kundalini Yoga traditionell weiß, weil das einen positiven Effekt auf unser elektromagnetisches Feld hat und unsere Aura um mindestens 30cm vergrößert. Eine starke Aura hält negative Einflüsse fern, du fühlst Dich sicherer und bleibst besser bei dir.

Das ist aber natürlich kein Muss. Zieh dich so an, wie du dich wohlfühlst! So machen es alle Teilnehmer in meinen Kursen.

Der Turban

Der Turban hat Tradition im Kundalini Yoga. Yogi Bhajan sagte, dass er helfe, die Energie bei sich zu halten und gewisse Akupunkturpunkte stimuliere.

Wenn du sehr feinfühlig bist und schnell Stimmungen von anderen aufnimmst, binde dir gerne einen Turban oder trage ein helles Stirnband. Der Turban gilt als energetischer Schutz des Kopfes vor dem Wirrwarr von Schwingungen, denen wir ausgesetzt sind. Schau ganz danach, was sich für dich richtig und gut anfühlt.

Der Ablauf

Jede Kundalini Stunde widmet sich einem bestimmten Thema, zum Beispiel der Herzöffnung, der Aktivierung des Darms, der Stärkung des Immunsystems, der Überwindung von Angst und vielen vielen mehr. Für diese Themen gibt es feste Übungsabfolgen, die perfekt abgestimmt sind und sowohl in Reihenfolge als auch in der zeitlichen Vorgabe nicht willkürlich abgeändert werden.

Neben den körperlichen Übungen gehören zu jeder Kundalini Stunde auch Atemübungen, eine Entspannung und die Meditation am Ender der Stunde.

 

You have to be you and that can only happen if you love yourself. (Yogi Bhajan)